Bundeskongress HH 2026 - Baustelle (SDL27)

Bundeskongress Schultheater.Baustelle 2026 – 01.-03.05. in Hamburg 

„Kann ich das Montag gleich im Unterricht umsetzen?“ – „Probieren wir es gemeinsam aus“!

Wie können Arbeitsprozesse im Schultheater aussehen, wenn sie wirklich gemeinsam auf Augenhöhe gestaltet werden? Beim Bundeskongress Schultheater.Baustelle treffen sich vom Menschen aus Schule, Theater, Kunst und Wissenschaft, um gemeinsam Schultheater weiterzuentwickeln und am Bundeswettbewerb Schultheater der Länder 2027 zum Thema „Schultheater.Baustelle“ zu arbeiten.

  ANMELDUNG zum Bildungskongress HH 2026

Dieser Kongress folgt einem neuen Konzept:

1. Schüler:innen als Impulsgeber:innen und Mitgestalter:innen

Von Freitag bis Sonntag wird die Stadteilschule Bergedorf zu einem offenen Schultheater-Labor: Schüler:innen aus mehreren Hamburger Schulen bringen in Begegnungsformaten und Workshops ihre Baustellen – Projekte, Fragen und Perspektiven mit, die sie mit etwa 170 Erwachsenen bewegen und weiterbauen wollen.

2. Eröffnung und Einführung am Freitag

Die gemeinsamen Baustellen werden zu Beginn in einer Podiumsdiskussion am Freitag eröffnet, der Kongress selbst wird zur gemeinsamen Baustelle am Schultheater der Länder 2027: In einem besonderen partizipativen Format „Demokratie als Erfahrungsparcours“ laden Schüler:innen mit Linda Dana Lenk und Uta Plate zu Beginn zum gemeinsamen Bauprozess im begehbaren Labor ein.

Ein besonderes Format ist das partizipative Angebot „Demokratie als Erfahrungsparcours“ – ein begehbares Labor, in dem demokratische Praxis im Theater szenisch, körperlich und im Gespräch erprobt wird.

3. Workshop-Baukasten am Samstag

Am Samstag können alle Teilnehmenden selbst wählen, woran sie mitbauen wollen, da es sehr unterschiedliche Workshopangebote gibt:

· lange intensive Tiefbau-Workshops

· mittlere und kurze Bau-Formate, die neue Methoden und Perspektiven eröffnen

· Barcamp-Sessions, in denen bei denen Teilnehmende selbst ihre Bau-Themen in die performative Baubesprechung einbringen können

· offene Bau- und Experimentierstationen, an denen kontinuierlich weitergebaut werden kann

· intensive Austausch- und Begegnungsformate, in denen Erfahrungen geteilt und reflektiert werden

· Präsentationen, Showcases und offene Bühnen am Samstagabend

4. Gemeinsames Bauen und Erleben

Zum Kongress gehört auch das gemeinsame Erleben und Essen vor Ort, wo alle Mahlzeiten frisch zubereitet werden. Dadurch entstehen über den ganzen Tag hinweg viele Zwischenräume für Gespräche, Ideen und künstlerische Prozesse, Baupausen mit Zeit für gemeinsames Lachen und Entspannung.

Der Bundeskongress versteht sich als gemeinsame, länderübergreifende Schultheater-Baustelle, an der gemeinsam erprobt und experimentiert, Demokratie erfahren und reflektiert und Gesellschaft anders gestaltet werden kann. Diesen Prozess wollen wir am Sonntag gemeinsam reflektieren und daran zum Bundeswettbewerb Schultheater der Länder 2027 weiterbauen.

Kinder haften für ihre Eltern - Zukunft mutig erproben - Baustelle statt Stillstand - Baustellen sind ein Versprechen, dass es für die Zukunft wird - Schultheater immer im Bau und deshalb so spannend wie das Leben - Fertig ist man frühestens mit dem Tod...

  Bau mit am SDL in Hamburg und melde Dich an!

Verweise auf günstige Hotelkontingente (folgt noch...)

Logo

KongresSDL Poster A4 zum Selberausdrucken und Aufhängen_Hochformat_2.pdf

Download (1.54 MB)

KongresSDL 2026 - Programm Entwurf.pdf

Download (75.00 KB)

BK-Konzept-Wer mehr wissen will....pdf

Download (68.27 KB)

Programm

Dramaturgie

Freitag

Anfahrt zum Bundeskongress

Ankommen - Begegnung, Austausch und Kaffee

Der Kongress folgt einer klaren Bewegung: vom offenen Vernetzen über künstlerische Impulse hin zum intensiven Arbeiten.

1. Ankommen und Marktplatz (Vormittag)

Vernetzung: Akteure, Theater und Initiativen präsentieren sich auf dem Marktplatz. Erste thematische Kontakte entstehen im freien Austausch.

Impulse: Ein Podiumsgespräch mit den Workshopgebenden öffnet erste „Denkräume“, die beim gemeinsamen Mittagessen vertieft werden.

2. Partizipation und Ästhetik (Nachmittag)

Demokratie-Parcours: Erarbeitung von Uta Plates partizipativem Format. Demokratische Kompetenzen werden hier szenisch und körperlich erprobt.

Radioballett: Eine auditive Intervention entführt die Teilnehmenden in die individuelle Auseinandersetzung mit der „Baustelle“.

3. Wahl und Ausklang (Abend)

Workshop-Wahl: Verbindliche Festlegung der Arbeitsgruppen für die Folgetage.

Begegnung: Informeller Ausklang in Lounge, Bibliothek oder beim Spiel (Billard, Kicker, Dart).

Hinweis: Das Hotel befindet sich in fußläufiger Entfernung (500 m).

Samstag

Anfahrt zum Bundeskongress

Große Baustelle - Werkstatttag

Der Samstag steht im Zeichen des Machens. Die starre Struktur wird zugunsten eines dynamischen „Baustellen-Prinzips“ aufgebrochen.

1. Intensiv-Phase: Workshops und Barcamp (Ganztägig)

Modulares Arbeiten: Wahlweise lange, mittlere oder kurze Workshops ermöglichen eine individuelle Vertiefung.

Barcamp: Offene Slots für Themen und Fragen, die die Teilnehmenden spontan aus ihrer eigenen Praxis einbringen.

2. Permanente Labore: Bauen und Erproben

Experimentierstationen: Offene Labore zum Festivalmotto Schultheater.Baustelle laden zur kontinuierlichen, praktischen Arbeit ein.

Demokratie-Parcours: Fortführung des partizipativen Formats nach Uta Plate – Erprobung demokratischer Prozesse durch körperliche Erfahrung.

3. Abendprogramm: Sichtbarkeit und Begegnung

Showcases: Präsentationen und Austauschformate bringen die Ergebnisse der verschiedenen Arbeitsgruppen auf die Bühne.

Vernetzung: Geselliger Ausklang in der Lounge, Bibliothek oder dem Billardzimmer (Kicker, Dart, Gespräche).

Hinweis: Das Hotel ist bequem zu Fuß erreichbar (500 m).

Sonntag

Anfahrt zum Bundeskongress

Abschluss und Ausblick

Der Sonntag dient dem Transfer: Ergebnisse werden gesichert und in verbindliche Zukunftsarbeit überführt.

1. Auswertung und Vernetzung (Vormittag)

Gesprächsforen: Gemeinsame Auswertung der Workshops und Labore.

Perspektiventwicklung: Ideen werden weitergedacht und konkrete Verabredungen für die Zusammenarbeit bis zum Festival 2027 getroffen.

Kongressabschluss: Offizielles Ende um 11:00 Uhr.

2. Strategische Weiterarbeit (Anschluss)

SDL-AG: Sitzung der Arbeitsgemeinschaft zur Vorbereitung und Weiterentwicklung des Bundeswettbewerbs Schultheater.Baustelle 2027 in Hamburg.


Beschreibung der Werkstatt-Angebote

Erlebnisparcours

Werkstattangebote- Wer mehr wissen will....pdf

Download (108.30 KB)

Baustelle Demokratie – Erlebnisparcours

Ein Raum für kollektive Experimente und Bewegung. Station für Station begegnest du dir selbst und den anderen im Spiel des Augenblicks.

Schärfe dein Gehör, wage Widerspruch und setze deinen Vorbildern tanzend ein Denkmal. Erfinde Regeln für ein neues Zusammenleben und bring sie in die Welt.

Entwickelt von Uta Plate, Linda Lenk und Schüler*innen: Ein lebendiger Parcours zwischen klarer Aufgabe und spontaner Energie, der sich mit jeder Begegnung verändert.

Uta Plate 
      (sie/ihr)

Uta Plate (sie/ihr)

UTA PLATE ist Regisseurin und Dozentin an der Schnittstelle von Theater und sozialer Teilhabe. Sie leitete bis 2014 die Theaterpädagogik der Schaubühne Berlin und inszeniert heute international intergenerative sowie dokumentarische Projekte. Ihr Fokus liegt auf partizipativen Formaten (HIATUS) und Site-specific-Inszenierungen, die Kunst als Türöffner für Menschen mit Umbruch-Biografien nutzen.

Workshop

Workshop Postkoloniale Baustelle Baakenhafen

Ausgangspunkt ist das Rechercheprojekt „Hafenfronten“ (Klosterschule Hamburg). Schüler*innen präsentieren ihren Audiowalk zum Baakenhafen – ein Brennglas für Stadtentwicklung, Kolonialgeschichte und Nutzungskonflikte (u. a. NS-Vergangenheit, Opernneubau).

Im zweiten Schritt wird der Workshop selbst zur Baustelle: Auf Basis dokumentarischer Materialien entwickeln die Teilnehmenden fiktive Charaktere, um das bestehende Stimmen-Panorama zu erweitern. Durch gegenseitige Interviews in diesen Rollen entsteht ein vielstimmiges Bild urbaner Konfliktfelder. Der Workshop zeigt Schultheater als ästhetische Praxis, in der gesellschaftliche Wirklichkeit durch Recherche und künstlerische Imagination neu verhandelt wird.

Jens Dietrich 
      (er/ihm)

Jens Dietrich (er/ihm)

Jens Dietrich ist Dramaturg, Autor und Kurator für recherchebasierte, politisch engagierte Theaterformate (u. a. Zusammenarbeit mit Milo Rau/IIPM). Er war Co-Leiter des Festivals Hauptsache Frei und ist Vorstandsmitglied des Dachverbands freie darstellende Künste Hamburg. Aktuell realisiert er internationale Musiktheater-Projekte mit Sounding Situations und forscht zur Digitalisierung indigenen Wissens.

Liz Rech 
      (sie/ihr)

Liz Rech (sie/ihr)

Liz Rech ist als Regisseurin, Dramaturgin und Performerin an der Schnittstelle von Schauspiel, Aktivismus und Forschung (Promotion zu „Versammlung in Bewegung“) tätig. Neben Lehrtätigkeiten leitet sie bundesweit Lehrerfortbildungen und Werkstätten. 2026 realisiert sie in der HafenCity die Projekte Fluide Archive sowie (NOT A) COMMON GROUND im Rahmen der Hamburger Stadtkuratur.

Workshop

Workshop - Dekonstruieren

Wer Schultheater als Baustelle begreift, muss bestehende Formen einreißen können. In diesem Workshop werden Praktiken der Dekonstruktion spielerisch erprobt: Textflächen werden zu Spielinseln, Beobachtungen zu Strategien und Recherchetheater wird neu gedacht.

In performativen Settings experimentieren wir mit Stimm-, Material- und Körpertexten. Wir verlassen gewohnte Denkmuster und Referenzsysteme, um uns gemeinsam mit dem Ensemble auf das Wagnis des Ungewissen einzulassen. Ein Seminar für alle, die das Risiko suchen und Neues aus den Trümmern des Bekannten bauen wollen.

Alina Gregor 
      (sie/ihr)

Alina Gregor (sie/ihr)

Alina Paula Gregor (Dr. phil. Dipl.) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin, Regisseurin und Multiplikatorin. Sie lehrt und forscht zur Performance an der Universität Hamburg sowie international und wurde 2020 mit dem Hamburger Lehrpreis ausgezeichnet. Seit 2008 ist sie künstlerische Leiterin der Ensembles RESET und IN_BETWEEN am Thalia Theater Hamburg.

Workshop

Dramaturgie

Im Rahmen d...

Andre Studt 
      (er/ihm)

Andre Studt (er/ihm)

André Studt ist Dozent für pragmatische Theaterwissenschaft an der FAU Erlangen-Nürnberg. Sein Schwerpunkt liegt in der Schultheater-Pädagogik sowie der Lehrer:innenausbildung. Er ist maßgeblich am Masterstudiengang Theater-Forschung-Vermittlung beteiligt und fungiert als Mitherausgeber der Fachzeitschrift Schultheater.

Ute Schlegel-Pinkert  
      (sie/ihr)

Ute Schlegel-Pinkert (sie/ihr)

Ute Schlegel-Pinkert ist seit 2007 Professorin für Theaterpädagogik an der UdK Berlin. Sie forscht und lehrt an der Schnittstelle von Theorie und Praxis zur Weiterentwicklung der Fachwissenschaft. Ihre Schwerpunkte liegen auf theaterpädagogischer Produktionsdramaturgie sowie der Rolle der Performance angesichts des Klimawandels und politischer Ökologie.

Workshop

Improtheater – der Werkzeugkasten

Dieser Workshop bietet direkt einsetzbare Techniken des Improvisationstheaters für die Schulpraxis. Von „Scheiter heiter“ bis zur Ensemble-Stärkung: Impro wird hier als Werkzeug zum Entdecken und Bearbeiten szenischer Baustellen genutzt.

Die Teilnehmenden erproben zentrale Prinzipien wie Angebote annehmen, aktives Zuhören und das Erbauen lebendiger Welten im leeren Raum. Exklusiv wird zudem das Format der Hamburger Impro-Schultheatermeisterschaft vorgestellt.

Wählbare WS-Module:
- Kurz (45 Min.): Schnupperformat & Komfortzonen-Erweiterung.
- Mittel (90 Min.): Grundlagen für Unterricht und Probenarbeit.
- Lang (3 Std.): Vertiefung von Spielstrukturen und Methoden.
- X-Lang (6 Std.): Intensive Werkstatt inklusive Meisterschafts-Training.

Geleitet von Viviane, Felix und erfahrenen Peer-Schüler:innen aus dem Hamburger Ausbildungsformat.

Viviane Vanessa Eggers 
      (sie/ihr)

Viviane Vanessa Eggers (sie/ihr)

Viviane Vanessa Eggers ist studierte Schauspielerin und seit 22 Jahren Impro-Performerin (u. a. „Steife Brise“). Sie leitet internationale Festivals (Törn, BEATOGETHER, Impro Spirit), lehrt an der Hamburger Schule für Comedy und führt Regie. Ihr Engagement gilt der generationsübergreifenden Theaterarbeit und der Leitung vielfältiger Schulprojekte.

Felix Schwarzbold 
      (er/ihm)

Felix Schwarzbold (er/ihm)

Felix Schwarzbold ist Gymnasiallehrer (Theater, Deutsch, Geografie), Fachleiter und Vorstandsmitglied des Fachverbandes Theater an Schulen Hamburg. Seit 24 Jahren ist er als Experte für Improvisationstheater, Peer-Ausbilder und Autor tätig. Sein Fokus liegt auf der Vernetzung von Schulpraxis und Bühnenkunst – 5-4-3-2-1- und los!

Workshop

Radioballett Körperfunkkollektiv_Pressekit_2024.pdf

Download (1.11 MB)

Radioballett

Ein Radioballett ist eine immersive Audio-Performance: Über Kopfhörer folgt das Ensemble einer Dramaturgie aus Stimme, Klang und Anweisungen. Die Teilnehmenden werden im öffentlichen Raum selbst zu Akteuren einer unsichtbaren Inszenierung.

Das Angebot beim Kongress:

Freitagabend (Experience): Kompaktes Radioballett am eigenen Körper erleben – der ideale Einstieg.

Samstag (Praxis-Werkstatt, 4 Std.): Den gesamten Produktionsprozess durchlaufen – von der Ortsrecherche zur „Baustelle“ über Sounddesign bis zur Mini-Aufführung.

Samstag (Theorie-WS, 1,5 Std.): Analyse des Formats als „ästhetische Baustelle“. Reflexion über Immersion, kollektive Dynamik und den „Bauplan“ für eigene Projekte.

Transfer & Schule: Das Format eignet sich ideal für Projekttage zu Demokratiebildung, Raumaneignung und Perspektivwechsel. Das Körperfunkkollektiv bietet zudem Kooperationen für Schulprojektwochen (bundesweit) an.

Material & Inspiration:
Radioballett-Teaser Video
Was ist Radioballett?
Körperfunkkollektiv


Marvin Bicko 
      (er/ihm)

Marvin Bicko (er/ihm)

Körperfunkkollektiv - Marvin Bicko ist Gründungsmitglied des Körperfunkkollektivs. Seit 2014 entwickelt das Team partizipative, auditive Formate für Kulturinstitutionen, die mittels Performance und Sound zum Nachdenken anregen.