FORUM SCHULTHEATER

Begegnung

Kongress 2022

Panels / Impulsräume

I) Future.LAB

mit Sina Kuhlins, Simo­ne Neu­roth, Nico­le Lotzkat

II) Sen­suous Learning

mit Sis­ters Hope

III) Dare to Share

mit Uta Plate

IV) Stop Exclu­si­on-Start Inclusion 

mit Sta­na Schenck

V) Stop Ecoci­de-Start Good Living

mit Acteasy e.V.

I) Future.LAB

Das „FUTURE.LAB Schu­le 2030“ ist ein par­ti­zi­pa­ti­ves Schul­ent­wick­lungs­pro­jekt, wel­ches für Schüler*innen fünf ver­schie­de­ner Schul­for­men und Alters­grup­pen kon­zi­piert wur­de und in Darm­stadt-Die­burg im Novem­ber 2019 begann und bis heu­te nach­wirkt. In die­sem Panel geben die Pro­jekt­lei­tung und Schüler*innen Ein­bli­cke in das Pro­jekt, wel­ches mit künst­le­ri­schen Ansät­zen die Visio­nen von Schu­le sicht­bar wer­den lässt. Als Expert*innen für ihren Schul­all­tag konn­ten sich die Schüler*innen ästhe­tisch for­schend mit dem The­ma Schu­le der Zukunft aus­ein­an­der­set­zen. Neben den Ein­bli­cken sol­len auch prak­ti­sche Impul­se mit auf den Weg gege­ben wer­den, wie Schul­ent­wick­lung an der eige­nen Schu­le krea­tiv wei­ter­ge­dacht und umge­setzt wer­den kann. Aus­führ­li­che Infor­ma­tio­nen zum Pro­jekt gibt es unter https://futurelabschule2030.home.blog/

Sina Kuhlins
Sina Kuhlins ist Ober­stu­di­en­rä­tin mit den Fächern DS, Deutsch und Eng­lisch in Hes­sen. Der­zeit ist sie abge­ord­net an das Schul­thea­ter-Stu­dio Frank­furt am Main. Im Rah­men ihres Stu­di­um „Kul­tu­rel­le Bil­dung an Schu­len“ hat sie gemein­sam mit Kom­mi­li­to­nin das Pro­jekt „FUTURE.LAB“ ins Leben geru­fen. Sina Kuhlins ist Vor­stands­mit­glied im Lan­des­ver­band Schul­thea­ter in Hes­sen und Mit­her­aus­ge­be­rin der „Spiel&Theater“.
Nico­le Lotzkat
Nico­le Lotz­kat ist Diplom-Päd­ago­gin und Ganz­tags­ko­or­di­na­to­rin der Wil­helm-Leu­sch­ner-Schu­le (Haupt- und Real­schu­le mit Abend­re­al­schu­le) in Darm­stadt. Im Rah­men des Mas­ter Stu­di­en­gan­ges ‚Kul­tu­rel­le Bil­dung an Schu­len‘ hat sie gemein­sam mit Sina Kuhlins und Simo­ne Neu­roth das Pro­jekt ‚FUTURE.LAB‘ ent­wi­ckelt, ver­an­stal­tet und in den letz­ten bei­den Jah­ren mit Kolleg*innen und Künstler*innen an ihrer Schu­le fortgeführt. 
Simo­ne Neuroth
Spiel- und Thea­ter­päd­ago­gin, Dipl. Päd­ago­gin, M.A. Kul­tu­rel­le Bil­dung an Schu­len, Leh­re­rin an einer Fach­schu­le für Sozi­al­we­sen mit den Schwer­punk­ten Spiel, Thea­ter und Erleb­nis­päd­ago­gik, Aus­bil­de­rin für ange­hen­de Thea­ter­lehr­kräf­te, Fort­bild­ne­rin „Krea­ti­ve Unterrichtspraxis”/ Büro Kul­tu­rel­le Bildung. 

II) Sensuous Learning

Sis­ters Hope will give an insight in their work which unfolds at the inter­sec­tion of immer­si­on, inter­ven­ti­on, acti­vism, rese­arch and pedago­gy. Sis­ters Hope has also deve­lo­ped their own per­for­mance method – Sis­ters Per­for­mance Method – Sen­suous Lear­ning. This is a reques­ted method by many art schools and other edu­ca­tio­nal pro­grams both natio­nal­ly and internationally.

Sis­ters Hope
Sis­ters Hope is an award-win­ning and natio­nal­ly and inter­na­tio­nal­ly acc­lai­med per­for­mance group that ope­ra­tes at the inter­sec­tion of per­for­mance art, rese­arch, acti­vism and edu­ca­ti­on. They app­ly immer­si­ve, inter­ven­tio­nist and inti­ma­te inter­ac­ti­vi­ty when they mani­fest their uni­que per­for­man­ces. They are cur­r­ent­ly working to mani­fest more sen­suous and poe­tic envi­ron­ments and land­s­capes for being, being tog­e­ther and lear­ning. Sis­ters Hope is a Nor­dic-based per­for­mance group and move­ment with an asso­cia­ted inter­na­tio­nal troop of per­for­mers and crea­ti­ves from various back­grounds. Sis­ters Hope ope­ra­te from their arti­cu­la­ted visi­on of The Sen­suous Socie­ty: The Sen­suous Socie­ty: Bey­ond eco­no­mic ratio­na­li­ty – Sug­ges­ting a sen­suous mode of being in the world – Do also see the two TEDx talks on this sub­ject: “Sen­suous socie­ty” at TEDx­Co­pen­ha­gen (2013) and “Sen­suous Lear­ning” at TEDx-Upp­sa­laUni­ver­si­ty (2015) and the PhD of the artis­tic direc­tor “Sen­suous Socie­ty – Car­ving the path towards a sus­tainab­le future through aes­the­tic inha­bi­ta­ti­on sti­mu­la­ting eco­lo­gic con­nec­ted­ness” (Uni­ver­si­ty of Copen­ha­gen, 2021), in which it is argued that we must crea­te spaces, not only for par­ti­ci­pa­ti­on in, but also for inha­bi­ta­ti­on of the sen­suous and poe­tic through the arts to tran­si­ti­on into a more sus­tainab­le future. This visi­on of ‘inha­bi­ta­ti­on’ reso­na­tes well with their upco­m­ing long-term pro­ject Sis­ters Hope Home, a five-year per­for­mance-instal­la­ti­on in which the sen­suous can always be inha­bi­ted. For many years Sis­ters Hope has aimed at enri­ching envi­ron­ments with an aes­the­tic dimen­si­on by explo­ring the con­nec­tion bet­ween the sen­suous and the sus­tainab­le – The poe­tic and the eco­lo­gi­cal mind and body. They have deve­lo­ped their own per­for­mance method – Sis­ters Per­for­mance Method – Sen­suous Lear­ning roo­ted in the noti­on of a ’Poe­tic Self’ – Not a cha­rac­ter, not a fic­tion but our inherent poe­tic poten­ti­al that we explo­re and unfold. This is a reques­ted method by many art schools and other edu­ca­tio­nal pro­grams both natio­nal­ly and inter­na­tio­nal­ly and it cur­r­ent­ly runs as a four-mon­th program. 

III) Dare to Share

Wie kön­nen Inhal­te der Sharing-Bewe­gung, die das Tei­len zum Prin­zip macht, thea­tral ins Spiel gebracht wer­den? 

In Inter­views mit bri­san­ten Gedan­ken, Schreib- und sze­ni­schen Impro­vi­sa­tio­nen wer­den wir uns den The­men Tei­len, Besitz, alter­na­ti­ve Öko­no­mie und der Fra­ge: „Wenn alle Men­schen frei und gleich an Wür­de sind und doch Unge­rech­tig­keit herrscht, hilft mehr Tei­len?“ stel­len. 

Uta Pla­te
Sie arbei­tet seit 1996 als Thea­ter­päd­ago­gin, von 1999 bis 2014 fest an der neu for­mier­ten Schau­büh­ne Ber­lin. Seit­dem wirkt sie frei mit Schwer­punkt Regie an Bürger:innenbühnen. Mit Expert:innen des All­tags ent­deckt sie uner­zähl­te Geschich­ten im Wech­sel­spiel mit gesell­schaft­li­chen Kon­tex­ten. Seit 2020 kam Film-Regie dazu. 
Ihre Schwer­punk­te sind: Bürger*innen-Bühnen-Projekte, doku­men­ta­risch-inter­na­tio­na­le Recher­che, inter­ge­ne­ra­ti­ve Pro­jek­te (insb. mit Geflüch­te­ten und Ein­hei­mi­schen), Thea­ter­ar­beit mit sozi­al mar­gi­na­li­sier­ten Grup­pen (insb. im Straf­voll­zug). Das Duo Stuart&Plate mit dem Video­künst­ler Aai­ke Stuart kre­iert par­ti­zi­pa­ti­ve Film­pro­jek­te. Die For­ma­te des Kol­lek­tiv HIATUS (mit den Kom­po­nis­ten Duri Col­len­berg und Lukas Rick­li) umspan­nen Musik-Thea­ter, Audio-Video-Walks und kol­la­bo­ra­ti­ve Par­ti­tu­ren. 
Zudem lehrt sie als Dozen­tin an Uni­ver­si­tä­ten in Deutsch­land, Däne­mark und Bur­ki­na Faso. Publi­ka­ti­on (mit Wieb­ke von Bernstorff): ‚Fremd blei­ben- inter­kul­tu­rel­le Thea­ter­ar­beit’, 1997 Berlin 

IV) Stop Exclusion – Start Inclusion

Mei­ne und Eure Geschich­ten – sozia­le Inklu­si­on durch Sto­ry­tel­ling 

MYS steht für Me and Your Sto­ries. Der MYS-Ansatz Tell-Lis­ten-Retell-Under­stand wur­de län­der­über­grei­fend in einem EU-Pro­jekt ent­wi­ckelt. Die Anwen­dung der MYS-Tool­box sen­si­bi­li­siert für Viel­falt durch mul­ti­me­dia­les Erzäh­len, Zuhö­ren und kol­la­bo­ra­ti­ves Erar­bei­ten per­sön­li­cher Geschich­ten zu The­men wie Inter­es­sen, Vor­bil­der, Bedürf­nis­se und Iden­ti­tät. Das Erzäh­len von per­sön­li­chen Geschich­ten ist ein wich­ti­ges Werk­zeug der sozia­len Inklu­si­on und eine ein­zig­ar­ti­ge Mög­lich­keit, Ver­ständ­nis, Respekt und Wert­schät­zung für­ein­an­der zu entwickeln.Die web­ba­sier­te MYS-Tool­box ist in Eng­lisch und Deutsch kos­ten­los ver­füg­bar. Die Tool­box beinhal­tet eine Samm­lung an Grup­pen­ak­ti­vi­tä­ten und mul­ti­me­dia­len Sto­ry­tel­ling-Tools.  

Im Panel wird inter­ak­tiv und exem­pla­risch gezeigt, wie die MYS-Tool­box und die dar­in ent­hal­te­nen Übun­gen und Tools ange­wen­det wer­den kön­nen. Bei Teil­nah­me bit­te einen klei­nen Lieb­lings­ge­gen­stand mit­brin­gen. Mit den Schwer­punkthe­men Iden­ti­tät, Bedürf­nis­se und Vor­bil­der wer­den im Work­shop per­sön­li­che Geschich­ten in Klein­grup­pen erar­bei­tet. 

Sta­na Schenck
Sta­na Schenck arbei­tet für die gemein­nüt­zi­ge inclution.org, die sie 2018 mit­grün­de­te. Zu ihren Tätig­keits­fel­dern gehö­ren Kon­zep­ti­on und Durch­füh­rung von EU-Pro­jek­ten zur sozia­len Inklu­si­on durch Bil­dung. Sie ist Mit-Ent­wick­le­rin der MYS-Tool­box und Mit-Initia­to­rin der Diver­si­ty-Platt­form WirfürVielfalt.de. Mit dem Netz­werk statt­Werk­statt enga­giert sie sich für einen inklu­si­ven Über­gang Schu­le-Beruf für jun­ge Men­schen mit Behin­de­rung. Für den För­der­kreis Gedenk­ort T4 e.V. koor­di­niert sie den bun­des­wei­ten Thea­ter­wett­be­werb für Schu­len und inklu­si­ve Erwach­sen­en­thea­ter andersartig-gedenken.de zu Bio­gra­phien der Opfer der NS-„Euthanasie“-Verbrechen. Sta­na Schenck ist in der Slo­wa­kei auf­ge­wach­sen und ist Mut­ter von fünf Kin­dern. Ihr 23-jäh­ri­ger Sohn Oskar ist Künst­ler und lebt mit dem Down-Syndrom. 

V) Stop Ecocide – Start Good Living

In die­sem Panel erfor­schen wir künst­le­risch den Raum zwi­schen der Zer­stö­rung von Leben und dem, was wir unter einem guten, nach­hal­ti­gen Leben ver­ste­hen. Es geht dar­um, jetzt gemein­sam zu per­for­men, um Gesell­schaft nach­hal­tig zu trans­for­mie­ren, damit das Leben auf die­sem Pla­nen­ten in sei­ner Viel­falt über­le­ben kann. Wir suchen mit ACTeasy e.V. aus Mar­burg nach gemein­sa­men per­for­ma­ti­ven Zugän­gen und thea­tra­len For­men für koor­di­nier­te Aktio­nen und Per­for­man­ces über alle Gren­zen: Let’s act tog­e­ther, right now! Wir schaf­fen Raum dafür, mit­ein­an­der Ideen für nach­hal­ti­ge Schul­thea­ter­pro­jek­te und welt­wei­te Koope­ra­ti­on zu tei­len, um gemein­sam mit unse­ren Schüler*innen Gesell­schaft für mor­gen zu gestal­ten und Zukunft zu performen. 

ACTeasy
ACTeasy e.V. ist ein 1998 gegrün­de­ter Ver­ein, mit einem eige­nen Künstler:innenkollektiv (in:acta), einer genera­tio­nen­über­grei­fen­den Aus­rich­tung, inter­dis­zi­pli­nä­ren Ansät­zen sowie einem Fokus auf poli­ti­schem Thea­ter und Akti­vis­mus. „Wir leben Inklu­si­on, ler­nen jeden Tag dazu und glau­ben, dass ech­ter Wan­del nur pas­sie­ren kann, wenn alle Men­schen dar­an teil­ha­ben. Und ech­te Kunst auch. Kunst und Lie­be sind im Grun­de das­sel­be. Und wenn über­haupt, wird die Welt dadurch geret­tet. Macht ihr mit?” 

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