Unter der Leitung von Daniel Rechter und Andreas Kroder zeigte die Gruppe des Fachs Darstellendes Spiel eine Performance, die gesellschaftliche Schönheitsideale und den Druck zur Anpassung thematisiert.
Worum geht es in dem Stück?
In der Inszenierung wird eine Entwicklung nachgezeichnet, die viele Jugendliche betrifft. Zu Beginn stehen Freiheit und Unbekümmertheit einer unbeschwerten Kindheit im Mittelpunkt, in der alle unabhängig von den Erwartungen anderer ihr eigenes Ding machen. Mit dem Eintritt in die Pubertät verändert sich dieses Miteinander jedoch spürbar: Der Wunsch nach Anpassung wächst, das Streben nach idealen Maßstäben und Perfektion rückt in den Vordergrund, und das individuelle Auftreten weicht einer Anpassung, bei der die eigene Identität zunehmend verblasst. Schließlich regt sich jedoch Widerstand. Die Figuren beginnen, das ständige Streben nach Perfektion zu hinterfragen und brechen aus den starren Vorgaben aus, um die zentrale Aussage des Stücks zu vermitteln: Vielfalt bereichert die Gesellschaft deutlich mehr als Perfektion.
Insgesamt zeigt die Gruppe ein sehr gutes Stück mit einer wichtigen Botschaft. Der gezielte Einsatz von Tanzgruppen, Dynamik und Farben bringt die Thematik überzeugend auf den Punkt und sorgt für einen rundum gelungenen Auftakt der Festwoche.