Am 20. und 21. Februar 2026 versammelten sich Kulturakteur*innen und Fachleute aus ganz Deutschland zur Tagung „Im Geflecht – Solidarische Kulturarbeit denken & gestalten in Magdeburg“, einer Fachwerkwerkstatt, die sich den aktuellen Herausforderungen der Kulturarbeit widmet. Organisiert von der Bundesakademie für Kulturelle Bildung gemeinsam mit dem Bundesverband Theaterpädagogik (BuT) und dem Landeszentrum Freies Theater Sachsen-Anhalt (LANZE), stand sie ganz im Zeichen von Austausch, strategischem Denken und solidarischem Handeln in herausfordernden Zeiten.
In Zeiten politischer Umbrüche, unsicherer Förderstrukturen und wachsendem gesellschaftlichem Druck wurde auf der Tagung die Frage gestellt: Wie können wir Kulturarbeit wirksam, nachhaltig und gemeinsam gestalten? Diese Fragestellung ist auch für Theaterlehrkräfte von großer Bedeutung. Denn die Herausforderungen im schulischen Kontext sind eng mit den gesamtgesellschaftlichen Rahmenbedingungen verknüpft.
Die Tagung bot Raum, Akteurinnen aus Kultur, Bildung, Politik und Verwaltung kennenzulernen und Allianzen zu knüpfen. Neben fachlichem Input gab es Formate, die kreatives Denken und kollektive Praxis verknüpften. Besonders beeindruckend für mich der Vortrag: „Unter Druck – der Kulturkampf von rechts auf der parlamentarischen Ebene“ von David Begrich und das Panel „Rechtssicher handeln – Kultur zwischen Neutralität, Kunstfreiheit und Gemeinnützigkeit von Dr. Lino Agbalaka. Ich durfte viele hochspannende Menschen kennenlernen. Besonders im Herzen geblieben der Workshop des „vermittlungs*netzwerks“ zur kollektiven Themenfindung und die Orangerie als Rückzugsort.
Die Tagung machte deutlich, dass Theaterarbeit an Schule Teil eines gesellschaftlichen Geflechts ist, in dem solidarisches Arbeiten, politische Verständigung und gemeinsame Sichtbarkeit zentrale Bausteine für nachhaltige Wirkung sind.
Hier findet ihr den Link zum Tagesprogramm.
- Ruth Kockelman