Fachtag - Programm

Der diesjährige Fachtag an der Frankfurt University of Applied Sciences widmet sich dem Fokus-Thema SCHULTHEATER.TANZ(T). Gemeinsam gehen wir der Frage nach, wie Schultheater auf aktuelle gesellschaftspolitische Entwicklungen reagieren kann.

Das Programm bietet vielfältige Impulse sowie Austauschformate und richtet sich an Lehr- und Pädagogikfachkräfte, interessierte Jugendliche und alle, die im Schulkontext aktiv sind.

Ein Kooperationsprojekt des BVTS mit dem Landesverband für Schultheater in Hessen e. V., der Hochschule und dem Zentrum Junger Tanz in Frankfurt.

Der Fachtag

- gibt Impulse zu forschenden, partizipativen Herangehensweisen bei der Vermittlung von Tanz in Schulen,

- untersucht und gibt Beispiele für Kooperationsmöglichkeiten mit Künstlerinnen und Künstlern im Bereich Tanz,

- zeigt Best Practice von konkreter Tanzvermittlung und bei der Erarbeitung eines (Tanz)theaterstücks

- lädt zu verschiedenen Workshops ein, die Tanz an der Schnittstelle zum (Schul-)Theater praxisnah mit vielen Methoden und Übungen erfahrbar macht.

  Anmeldung zur Fachtagung (ab Mitte Juni möglich)

Programm-Ablauf

Fachtag SDL 2026-1.pdf

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08:30 - 09:00 Uhr

Ankommen - Begegnung und Austausch

09:00 - 09:15 Uhr

Grußworte - Prof. Dr. Susanne Rägle und Prof. Dr. Gero Lipsmeier

09:15 – 11:45 Uhr

Impulse und Interaktionen

11:45 - 12:00 Uhr

Tanztreffen der Jugend - Susanne Chrudina

Impuls 1

Impuls 2

Sebastian Matthias (er/ihm) - #btw: Tänzerische Perspektiven auf postdigitale Herausforderungen in der kulturellen Bildung

Im postdigitalen Alltag sind Jugendliche einem permanenten emotionalen Druck zur kreativen Selbstpräsentation ausgesetzt – eine Verschiebung, die klassische Vorstellungen kultureller Bildung grundlegend herausfordert. Künstlerische Strategien in Tanz und Choreografie eröffnen demgegenüber Perspektiven auf eine Praxis, die sich dem Sichtbarkeits- und Ausdruckszwang widersetzt: einen Raum des gemeinsamen Forschens, des Scheiterns und der Flüchtigkeit, in dem Körpergrenzen wahrgenommen und Einwilligung als Praxis erfahren werden kann. Im vorsprachlichen Raum von Tanz werden Kinder und Jugendliche als gleichwertige Forschende ernst genommen – mit dem Recht zu erproben, wie Körperkonstellationen soziale Realität hervorbringen.

Juliane Raschel (sie/ihr) - Keine Kulturelle Bildung ohne Kulturelle Praxis

Exemplarisch stellt das Zentrum Junger Tanz das Projekt keep on moving – die tanzende Schule vor.

Eine tanzende Schule? Wie gelingt eine Kooperation mit Schulen, um ein solches Projekt zu verwirklichen? In die Arbeit des Zentrums Junger Tanz fließt eine über 15-jährige Erfahrung mit Tanz-in-Schulen-Projekten ein. Parallel dazu begleiten Tanzformate im Bereich künstlerische Entwicklung, Fortbildung, Austausch und Tanzpraxis alle Aktivitäten des Zentrums. Wir sind der Überzeugung, dass es keine kulturelle Bildung ohne kulturelle Praxis gibt. Die Frage, ob ein Projekt eher pädagogisch oder künstlerisch sei, möchten wir daher nicht in den Vordergrund stellen. Stattdessen möchten wir zeigen, dass Tanz im schulischen Kontext keine Rechtfertigung braucht. Entscheidend ist die Professionalität, mit der wir diesem Anspruch begegnen, sodass sowohl künstlerische als auch pädagogische Ebenen gleichermaßen erfüllt werden können. Ob und wie das gelingt und was es dafür braucht, diskutieren die beteiligten Akteur*innen selbst.

Sebastian Matthias 
      (er/ihm)

Sebastian Matthias (er/ihm)

Sebastian Matthias ist Choreograph und Professor für Tanz als forschende Praxis in sozialen Feldern an der Frankfurt University of Applied Sciences. Seine Schwerpunkte liegen auf künstlerischer Forschung in sozialen Transformationsprozessen und der Rolle von Körpern und Choreographie in sozialen Phänomenen. Im Rahmen des Programms „Kunst als soziale Praxis“ ist er auch Affiliate Scholar am Research Institute for Sustainability am Geoforschungszentrum Potsdam. sebastian.matthias@fra-uas.de

Juliane Raschel 
      (sie/ihr)

Juliane Raschel (sie/ihr)

Juliane Raschel ist künstlerische Leiterin des am Künstler*innenhaus Mousonturm angesiedelten Projektes „Zentrum Junger Tanz“. Davor war sie von 2019 -2025 Koordinatorin der Tanzplattform Rhein Main, ein deutschlandweit einmaliges Kooperationsprojekt zwischen Künstlerhaus Mousonturm und Hessischem Staatsballett, das Tanz und seine diversen Akteur*innen im Rhein-Main-Gebiet fördert und national wie international vernetzt. Sie absolvierte bis 1997 eine Tanzausbildung an der Staatlichen Ballettschule in Leipzig und studierte im Anschluss Geschichte. Während ihres Geschichtsstudiums war sie Mitglied des Leipziger Tanztheaters und engagierte sich für die Vernetzung der freien Tanzszene untereinander und mit institutionellen Strukturen. Bevor sie ans Künstler*innenhaus Mousonturm wechselte, war Juliane Raschel von 2012-2014 wissenschaftliche Mitarbeiterin des Forschungsprojekts „Körperpolitik in der DDR – Tanzinstitutionen zwischen Eliteförderung, Volkskunst und Massenkultur“ am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Leipzig.

Tanztheaterpraxis

Im Anschluss beschäftigen sich Silke Gerhardt und Sonja Franken mit der konkreten Tanztheaterpraxis.

Wie wird der Körper im Theaterunterricht zum erzählenden Medium? Wie können Schüler:innen über Bewegung, Improvisation und Komposition eigene Themen körperlich erforschen und in theatrale Bilder übersetzen?

Anhand praxisnaher Beispiele wird gezeigt, wie aus körperlicher Recherche eigenständige Szenen und Stücke entstehen und wie Tanz im Theaterunterricht als künstlerische Ausdrucksform erfahrbar wird.

Silke Gerhardt 
      (sie/ihr)

Silke Gerhardt (sie/ihr)

Silke Gerhardt unterrichtet Tanz/ Tanztheater/ Sport am Goethe-Gymnasium Schwerin. Sie etablierte Tanz als Unterrichtsfach im musischen Profil der Schule und unterrichtet Kurse Theater mit Spezialisierung auf Tanztheater. Sie initiiert Tanz- und Theaterprojekte generationenübergreifend, gestaltet Choreografien für Chöre und ist Mitglied der Jury des Tanztreffend der Jugend.

Sonia Franken 
      (sie/ihr)

Sonia Franken (sie/ihr)

Sonja Franken, arbeitet als Choreografin, Tanzvermittlerin und Tanzwissenschaftlerin. Sie konzipiert und leitet partizipative choreografische Prozesse, insbesondere mit Kindern und Jugendlichen im schulischen Kontext. Sie ist Teil der Projektleitung von Tandem Tanz und Schule NRW (Aktion Tanz) und entwickelt dort eine digitale Lernplattform für multiprofessionelle Tanzvermittlung. Zudem ist sie Jurymitglied beim Tanztreffen der Jugend der Berliner Festspiele. Unter dem Label El Cuco Projekt wurde sie u.a. 2022 mit dem Kölner Tanzpreis ausgezeichnet und ist Mitglied im Performance-Kollektiv Polar Publik. Sie studierte Tanzvermittlung (BA, CODARTS Rotterdam) sowie Tanzwissenschaft (MA, ZZT Köln).

12.00 – 13.30 Uhr

Mittagspause

13.30 – 16.30 Uhr

Workshops 1-10

Workshop 1

Tanzdialoge

Achtung! Dieser Workshop ist für Schüler:innen UND Fachtagungsteilnehmende geöffnet und buchbar (beginnt nach dem Impuls!

In diesem Workshop treten wir über die Bewegung in den Dialog. Zunächst mit uns selbst und dann mit den einzelnen Mitgliedern der Gruppe: Wie können diese Begegnungen künstlerisch vertanzt werden? Was passiert im Innern und was im Außen? Diese und weitere Fragen erkunden wir durch die Bewegungspraxis. Beginnend mit einem Warm-up, lernen wir nach und nach die Tools der Tanzimprovisation kennen und entwickeln so choreografisches Material für unsere Tanzdialoge.
Was du brauchst: Offenheit, Neugierde für die Bewegung aber keine Tanzerfahrung notwendig.
Bitte mitbringen: Wasserflasche, bequeme / lange Trainingshose und ggf. ein gesunder Proviant für die Pause.

Lisa Haucke 
      (sie/ihr)

Lisa Haucke (sie/ihr)

Lisa Haucke ist Tänzerin/ Performerin, Ausstellungsmacherin und Pädagogin. Sie studierte Kunst und Darstellendes Spiel an der Universität der Künste Berlin, der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und war Meisterschülerin von Candice Breitz im Bereich der freien Kunst. Parallel zu ihrem Studium absolvierte sie ihre Tanzausbildung bei Sylvia Heyden (Schulleitung T.A.N.Z. Braunschweig).

Lisa Haucke interessiert sich für den gesellschaftsbildenden Aspekt von Tanz und bringt ihr Wissen im Bereich performativer Praxis gerne auch an ungewöhnliche Orte in die Natur und in den öffentlichen Stadtraum.
In freischaffender Tätigkeit sind derzeitige Auftraggeber u.a. die documenta Kassel (education), das tanzhaus NRW, die plattform Studios Saarbrücken und die Hochschule für Musik Saar, an der sie aktuell den Tanzbereich für die Studierenden der Elementaren Musikpädagogik verantwortet.

Workshop 2

Tanz kann fast alles sein (Pina Bausch)

Ausgehend von dieser Annahme gehen wir mit dem Körper auf die Suche nach einer individuellen Bewegungssprache. Bewegungsvokabular wird aufgegriffen, bearbeitet und verändert.

Mit dem aus der Recherche entstandenen Material erkunden wir Möglichkeiten der Verbindung von Tanz und Theater und deren Potential für ein szenisches Arbeiten. Ziel ist es, eine Arbeitsweise kennenzulernen, die es ermöglicht mit Kindern und Jugendlichen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Bewegungserfahrung, einen Zugang zu tänzerischer Ausdrucksweise zu finden.

Silke Gerhardt 
      (sie/ihr)

Silke Gerhardt (sie/ihr)

Silke Gerhardt unterrichtet Tanz/ Tanztheater/ Sport am Goethe-Gymnasium Schwerin. Sie etablierte Tanz als Unterrichtsfach im musischen Profil der Schule und unterrichtet Kurse Theater mit Spezialisierung auf Tanztheater. Sie initiiert Tanz- und Theaterprojekte generationenübergreifend, gestaltet Choreografien für Chöre und ist Mitglied der Jury des Tanztreffend der Jugend.

Workshop 3

Kreative Tanzmethoden für den Unterricht

In diesem Workshop erhalten Teilnehmende praxisnahe Impulse, um Tanz kreativ und altersgerecht – vor allem im Grundschulkontext – zu vermitteln. Wir erarbeiten einfache choreografische Grundlagen, lernen, wie sich Musik sinnvoll segmentieren und choreografisch interpretieren lässt, und reflektieren, wie sich die Interessen der Kinder tänzerisch aufgreifen lassen. Mit Improvisation, offenen Bewegungsaufgaben sowie Vertrauens- und Tanzspielen entwickeln wir Methoden, um Kindern Raum für eigene kreative Prozesse zu eröffnen und Tanz und Choreografie mit Freude und ohne Leistungsdruck im Unterricht erlebbar zu machen.

Manuel Gaubatz 
      (er/ihm)

Manuel Gaubatz (er/ihm)

Manuel Gaubatz ist Tänzer, Choreograf, Schauspieler und Tanzpädagoge. Er absolvierte seinen B.A. in Tanz an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt und vertiefte seine Schauspielausbildung u. a. in der Meisner-Technik sowie im Character Work nach Susan Batson. Als Performer arbeitete er mit Kompanien wie dem Electric Dance Theater Frankfurt und der Black Box Dance Company (Dänemark) sowie an verschiedenen deutschen Theatern. Neben Engagements für Bühne und Kamera entwickelt er eigene choreografische Arbeiten und Kurzfilme. Seit 2021 ist er als Tanzpädagoge bei der Dresden Frankfurt Dance Company tätig und gründete 2022 die „YDA – YourDanceAgency“.

Workshop 4

Performance Now!

Im Workshop wird Improvisation als Zugang zu Instant Choreography im Tanzunterricht erfahrbar. Im Zentrum steht authentische Bewegung, die ohne vorgegebene Rollen aus dem Moment entsteht. Ausgehend von einfachen Scores erforschen die Teilnehmenden, wie sich Emotionen über Form vermitteln lassen, ohne sie darzustellen. So entstehen spontane, kollektive Choreografien im Hier und Jetzt, die durch Präsenz und Einmaligkeit überzeugen. Der Workshop verbindet Improvisation als didaktische Methode und künstlerischer Praxis, stärkt Entscheidungen im Moment und eröffnet Wege in wiederholbare choreografische Strukturen – ausgehend von schüler*innenzentrierten Prozessen, individuellen Erfahrungen und Gruppendynamiken.

Sonja Franken 
      (sie/ihr)

Sonja Franken (sie/ihr)

Sonja Franken, arbeitet als Choreografin, Tanzvermittlerin und Tanzwissenschaftlerin. Sie konzipiert und leitet partizipative choreografische Prozesse, insbesondere mit Kindern und Jugendlichen im schulischen Kontext. Sie ist Teil der Projektleitung von Tandem Tanz und Schule NRW (Aktion Tanz) und entwickelt dort eine digitale Lernplattform für multiprofessionelle Tanzvermittlung. Zudem ist sie Jurymitglied beim Tanztreffen der Jugend der Berliner Festspiele. Unter dem Label El Cuco Projekt wurde sie u.a. 2022 mit dem Kölner Tanzpreis ausgezeichnet und ist Mitglied im Performance-Kollektiv Polar Publik. Sie studierte Tanzvermittlung (BA, CODARTS Rotterdam) sowie Tanzwissenschaft (MA, ZZT Köln).

Workshop 5

Tanz mit! Körper – Bilder – Räume

Achtung! Dieser Workshop ist für Schüler:innen UND Fachtagungsteilnehmende geöffnet und buchbar (beginnt nach dem Impuls!

Tanz ist eine kraftvolle nonverbale Sprache. Tanz nutzt den Körper, Raum und Zeit, um Emotionen, Botschaften und Geschichten lebendig werden zu lassen – meist ganz ohne Worte. In diesem Workshop tauchen wir ein in die Welt des Zeitgenössischen Tanzes und der Tanzimprovisation, um visuelle Bilder und Räume entstehen zu lassen – mal ganz konkret, mal ganz abstrakt. Mit spielerischen Impulsen experimentieren wir mit Tanz, Bewegung und Ausdruck: Wir verwandeln Gefühle in Bilder, formen lebendige Skulpturen, erforschen tänzerische Dialoge und schaffen gemeinsam kraftvolle Gruppenbilder als Momentaufnahmen und im Flow.
Begleitet wird der Workshop zudem von 2 Schüler*innen aus meinem aktuellen DS-Kurs, um praktische Erfahrungen aus unserem derzeitigen Tanzprojekt zu teilen.

Kirstin Porsche 
      (sie/ihr)

Kirstin Porsche (sie/ihr)

Kirstin Porsche ist Lehrerin für Darstellendes Spiel, Kunst und Französisch am Wilhelmsgymnasium Kassel. Hat verschiedenste Qualifikationen, Weiterbildungen und Fortbildungen in Zeitgenössischem Tanz und Tanzimprovisation. Realisierte mit ihren Theater Kursen zahlreiche Tanz- und Theaterproduktionen (u.a. Teilnahme am SDL sowie HSTT). War als Workshopleitung für die Fortbildungsreihen Darstellendes Spiel und Musik tätig. Sie ist seit 2012 Fortbildnerin der kreativen Unterrichtspraxis im HMKB Büro Kulturelle Bildung in den Bereichen Kunst, Tanz und Theater sowie seit 2021 in der Fortbildungsreihe PrimaArte des HMKB und der Stiftung Crespo Foundation.

Workshop 6

Protestierende Körper – eine tänzerische Erforschung von Protest

Im Fokus ist sowohl die individuelle Erfahrung von Widerstand als auch das Zusammenspiel im Kollektiv. Durch leicht umsetzbare Bewegungsübungen, Improvisation sowie Partner- und Gruppenarbeit erleben die Teilnehmenden, wie Verbindung, Raumgestaltung und Ausdruck im Kontext von Protest entstehen – und wie sich diese Ansätze auf die Arbeit mit Schüler*innen übertragen lassen.

Reflexionsphasen unterstützen dabei, die Erfahrungen pädagogisch einzuordnen. In Zeiten gesellschaftlichen Konflikts bietet dieser Workshop Lehrkräften so eine Ergänzung zur Demokratiebildung, die über ein rein kognitives Verstehen hinausgeht.

Mira Urbassek 
      (sie/ihr)

Mira Urbassek (sie/ihr)

Mira Urbassek ist Tänzerin, Choreografin und Tanzvermittlerin. Zurzeit studiert sie in Frankfurt ihren Master in zeitgenössischer Tanzpädagogik (MA CoDE) und erforscht dort die Wirkung von Tanz in verschiedenen Kontexten. Zuvor machte sie ihre Tanzausbildung in Barcelona, wo sie unter anderem in der young company Freebodies tanzte. In ihrer Masterarbeit beschäftigt sie sich mit der Bedeutung von verkörpertem Aktivismus und wie dieser in einer tänzerischen Form zum Ausdruck gebracht werden kann. So verbindet Mira häufig in ihrem Unterricht Bewegung mit politischen Themen und schafft so einen Raum zum Reflektieren und Sich-Ausprobieren.

Workshop 7

Thinking through movement – Tanz als kreative Schnittstelle

Wie können Tanz und Bewegung als dramaturgische Schnittstelle für performative Prozesse im Unterricht genutzt werden? Der Workshop zeigt das Potenzial von Tanz als künstlerisches Gestaltungsmittel, um mit Schüler*innen Atmosphäre, Spannung und narrative Bilder zu entwickeln. Im Zusammenspiel von Körper, Raum, Musik und Bewegung entstehen Impulse für Inszenierungen und kollektive kreative Prozesse. Praxis, Reflexion und Austausch vermitteln konkrete Ansätze, um Tanz und Bewegung als kreatives dramaturgisches Werkzeug im Unterricht einzusetzen.

Gal Fefferman 
      (sie/ihr)

Gal Fefferman (sie/ihr)

Gal Fefferman ist freischaffende Choreografin und lebt seit 2011 in Frankfurt am Main. Ausbildung in Tel Aviv, Bachelor in Tanz an der HfMDK Frankfurt. Seit 2021 arbeitet sie im Kollektiv gossips mit Julia Blando und Anno Bolender. Gemeinsam entstanden u. a. „ACHSCHAV“, „HUNGRY“, „Superheroes gehen nicht auf’s Klo“ und „This Is Not a Solo“. Im Sprech- und Musiktheater arbeitet sie u. a. mit Tilmann Köhler (Staatsschauspiel Dresden, Düsseldorfer Schauspielhaus) sowie an der Oper Frankfurt und am Hessischen Staatstheater Wiesbaden.

Workshop 8

Tanz ist auch Spiel und Spiel ist auch Tanz: Tanz und Vokabular choreographischer Praxis in Schulen

In diesem Workshop stehen der Austausch und die kreativen Möglichkeiten zwischen zeitgenössischem Tanz und Darstellendem Spiel im Vordergrund. Durch spielerische Aufgaben lernen die Teilnehmenden grundlegende Begriffe und Methoden des zeitgenössischen Tanzes kennen. Dabei wird erprobt, wie sich mit Schüler*innen über Körper, Bewegung und Choreografie arbeiten und sprechen lässt. Anhand konkreter Elemente wie Richtungen im Raum, Tempowechsel, Wiederholung, Nähe und Distanz, Spannung und Komposition wird Bewegung praktisch erfahrbar gemacht. Choreografische Aufgaben und Übungen vermitteln konkrete Ideen, wie zeitgenössischer
Tanz im Unterricht spielerisch, kreativ, zugänglich und zugleich künstlerisch eingesetzt werden kann.

Regina Rossi 
      (sie/ihr)

Regina Rossi (sie/ihr)

Die brasilianische Choreografin Regina Rossi denkt, inszeniert und öffnet Räume für den Tanz für junges Publikum wie keine andere: Sie begegnet ihrem Publikum auf begehbaren Bühnen, in installativen Räumen, im Stadtraum, in der Schule oder im virtuellen Raum. Seit 2009 lebt Rossi in Hamburg, und produziert auf Kampnagel und dem Choreografischen Zentrum K3 viele ihrer bisherigen Arbeiten, die deutschlandweit und international touren. Ihr Stück DU BIST DRAN! wurde zur Tanzplattform Deutschland 2026 eingeladen. Sie wurde 2024 für den Bundespreis Kulturlichter nominiert, und 2025 mit dem Hamburger Kindertheaterpreis ausgezeichnet. Ihre interdisziplinären Choreografien sprengen die Grenzen zwischen Tanz, Theater, Musik und Performance Art und laden zur Teilhabe ein.

Workshop 9

Move & Flow

ACHTUNG! Dieser Workshop ist für Schüler:innen UND Fachtagungsteilnehmende geöffnet und findet in der Jugendherberge in der Zeit von 10-16 Uhr statt (siehe auch Workshops (Spielende). Genauer Raum wird noch bekannt gegeben

Erlebe Bewegung mit Leichtigkeit – willkommen bei „Move & Flow“! Ein kreativer Workshop für alle, die Lust haben, ihren Körper in Bewegung zu spüren und ihren Tanzimpulsen freien Lauf zu lassen. Mit kurzen, abwechslungsreichen Anregungen kommst du ganz schnell in Bewegung, und ehe du es merkst, tanzt du mit der ganzen Gruppe und hast Spaß dabei – ganz ohne feste Schrittfolgen. Es wird genug freien Raum geben, um eigene „moves" auszuprobieren und dich in fließender Bewegung zu erleben.

Sandra Baumeister & Sybille Magel 
      (sie/ihr)

Sandra Baumeister & Sybille Magel (sie/ihr)

Sandra Baumeister (sie/ihr) & Sibylle Magel (she/her)Sandra Baumeister und Sibylle Magel sind Tanzvermittlerinnen, zertifizierte DanceAbility Teacher und Performerinnen. Sandra ist zudem Tanztherapeutin und Schauspielerin und Sibylle ist auch Dozentin und Clownin. Beide vermitteln Tanz in verschiedenen Bildungskontexten (Kitas, Schulen u. Förderschulen), in Kursen u. Workshops für Tanzbegeisterte unterschiedlichster Altersstufen und Fähigkeiten sowie für Multiplikator*innen. 2018 bildeten sie das Kollektiv TanzART*- Zeitgenösssicher Tanz für ALLE

Workshop 10

Pysical Dance Journey - zeitgenössische Tanzimprovisation zu elektronischer Musik

ACHTUNG! Dieser Workshop ist für Schüler:innen UND Fachtagungsteilnehmende geöffnet und findet in der Jugendherberge in der Zeit von 10-16 Uhr statt (siehe auch Workshops (Spielende). Genauer Raum wird noch bekannt gegeben

Physical Dance Journey ist eine auf Improvisation basierende, zeitgenössische Tanzpraxis. Sie widmet sich kollektiven Erfahrungen und Individualität im Tanz und lädt dazu ein, gezielte Bewegungsqualitäten im Körper zu erforschen, die eigene Bewegungssprache zu erweitern, zu sich zu kommen und Kollektivität durch Tanz zu erleben. Ausdauer, sich wiederholende Bewegungsmuster, individuelle Entscheidungen treffen sowie gemeinsames Auspowern und Durchhalten sind zentrale Aspekte von Physical Dance Journey.

Ronja Eick & Fanni Schack 
      (sie/ihr)

Ronja Eick & Fanni Schack (sie/ihr)

Wir haben gemeinsam unseren Master in zeitgenössischer Tanzpädagogik an der HfMDK in Frankfurt absolviert. Unsere Leidenschaft für Tanzvermittlung führte dazu, dass wir an verschiedenen Projekten – unter anderem im Künstler*innenhaus Mousonturm, beim Tanzkongress in Mainz (2022) und beim 20-jährigen Jubiläumsfest der Hessischen Theaterakademie in Frankfurt (2023) – zusammen unterrichtet haben. In den Spielzeiten 23/24 und 24/25 übernahmen wir zudem die Elternzeitvertretung in der Tanzvermittlung am Staatstheater Mainz und kreierten generationenübergreifende Tanzvorstellungen mit Laien, die mehrfach aufgeführt wurden.

16.30 – 17.00 Uhr

ab 20 Uhr

Gemeinsamer Abschluss in der Frankfurt University of Applied Sciences

Get-Together in der Jugendherberge

Apfelwein-tasting

Erleben Sie ein besonderes Apfelweintasting auf hessische Art! In gemütlicher Atmosphäre und mit einer Prise hessischem Mundart-Humor entdecken wir die vielfältige Welt des Apfelweins – von naturtrüb bis Rosé.

Neben den verschiedenen Apfelweinen erfahren Sie Spannendes über die Geschichte und Kultur Frankfurts sowie über Sachsenhausen, den traditionsreichen Stadtteil, der wie kein anderer für den Apfelwein und seine urigen Wirtschaften bekannt ist.

Auch wer keinen Apfelwein trinken möchte, kann selbstverständlich teilnehmen: Als alkoholfreie Alternative bieten wir einen Apfelsaft zur Verkostung an. So steht dem gemeinsamen Erlebnis und dem Eintauchen in die Frankfurter Apfelweinkultur nichts im Wege.