Die Theatergruppe der Freien Gesamtschule UniverSaale Jena aus Thüringen präsentiert das Stück „Dance Floor No. 80“, in dem es um die Sehnsucht nach den 80er-Jahren geht. Infolgedessen reisen die Schauspielenden dorthin zurück, um die wahnsinnige Atmosphäre zu spüren. Jedoch wird schnell klar, dass die 80er-Jahre nicht nur schön waren und es auch in diesem hochgepriesenen Jahrzehnt viele Rückschläge und Krisen gab. Im Stück herrscht ein großer Kontrast zwischen fröhlichen Tänzen und schockierenden Krisenmeldungen. Es werden auch wichtige Erfindungen wie zum Beispiel der Gameboy und das Computerspiel Tetris behandelt.
Im einen Moment auf dem Dancefloor abgehen, im anderen gebannt und geschockt auf den Bildschirm gucken. Die Atmosphäre des Stücks wechselt ständig. Was für 80er-Fanatiker oft außen vor bleibt, ist eben dieser große Kontrast zwischen Lebensfreude und Drama. Vor allem die Bilder, in denen alle erschüttert auf einen Bildschirm gucken, bleiben im Kopf, aber auch die Bilder, in denen alle ihr Leben genießen und unglaublich viel Spaß haben.
Die Darstellenden tragen knallige Klamotten und Accessoires, auffällige Kappen und Schuhe. Inmitten der Bühne ist eine Tanzfläche aufgebaut, auf der ständig allein oder in Grüppchen getanzt wird. Das führt zu einer fröhlichen Atmosphäre, in der man sich wohlfühlt. Immer wenn schlechte Nachrichten die Darstellenden erreichten, wurde das Licht dunkel, bis auf das bläuliche Licht eines Bildschirms. Auch von der Musik her war das Thema komplett auf die 80er-Jahre ausgerichtet.
Vor allem die Farben und die Musik waren ausschlaggebend und kreierten entweder ein fröhliches oder ein trauriges Ambiente.
Vor allem die schlechten Nachrichten und der riesige Kontrast werden mir in Erinnerung bleiben, da oft nur das Positive der 80er-Jahre betont wird. Die Tanzkünste der Darstellenden sind besonders hervorragend gewesen. Es fühlt sich gut an, aufgeklärter über dieses berühmte Jahrzehnt zu sein.
Autor: Raphael Hackländer von der Carl-Schurz-Schule