Die Aufführung „Moving Elements“ wird vom Eichendorff-Gymnasium aus Bayern aufgeführt. Das Stück beschäftigt sich mit den vier Elementen der Natur und dem Thema Zusammenhalt. Die Ausgangssituation ist ein besonderes Objekt, das die Gruppe entdeckt und welches schnell zu einem Konflikt führt.
Als ersten Gesamteindruck bekommt man, dass das Stück vielfältig, lebendig und besonders ist, durch die Tanzschritte/Bewegungen im Zusammenspiel mit der Musik. Aus dem Publikum ist durch lautes Staunen sehr viel Begeisterung wahrzunehmen.
Die Aufführung wird besonders durch ihre Vielseitigkeit mit den vier verschiedenen Elementen geprägt. Als überraschend empfinde ich den Moment, in dem alle Elemente beginnen, sich um das Objekt, welches eine Plastikfolie ist, zu streiten. Das liegt vor allem daran, dass sich die Atmosphäre dort drastisch verändert und angespannt wird. Die Idee mit der Plastikfolie ist wirkungsvoll, da sie dazu beiträgt, den Konflikt zu verbildlichen und er so einfacher nachzuvollziehen ist.
Zu Beginn des Stücks hört man verschiedene Geräusche, welche so in der Natur vorkommen. Sie werden durch zwei Personen erzeugt, die unscheinbar an den Rändern der Bühne sitzen. Dadurch entsteht ein natürlicher und realistischer Klang zur Vorstellung der jeweiligen Elemente. Die Musik ist passend zur Atmosphäre gestaltet. Dadurch werden die jeweils gezeigten Emotionen verstärkt. So können sie eindeutig verstanden werden.
Alle Darstellerinnen tragen das gleiche Kostüm, aber unterschiedliche Masken. Sie sind schwarz und enganliegend gekleidet. Ihre Gesichter sind mit den Farben ihrer jeweiligen Elementgruppe geschminkt. Dadurch wirken sie wie eine Einheit, sind aber trotzdem etwas von den anderen Elementen abgesondert.
Die Bewegungen der Darstellerinnen sind in spannenden Szenen schnell, in ruhigen jedoch wieder langsam. Es lässt sich erkennen, wie sie die Spannung auf- und abbauen. Das führt dazu, dass die spannenden Szenen als intensiv wahrgenommen werden und man zudem nicht überrumpelt wird. Die Übergänge der einzelnen Szenen sind geschmeidig und verlaufen reibungslos. Dadurch kommt das Stück nicht ins Stocken und es entstehen keine Lücken. Das hält die Aufmerksamkeit des Publikums aufrecht.
Besonders beeindruckend ist die Choreografie der Theatergruppe. Trotz des schnellen Tempos und der anspruchsvollen Tanzschritte/Bewegungen verkörpern die Darstellerinnen ihre Rollen überwiegend synchron und authentisch.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Inszenierung zeichnet sich durch eine magische und teils düstere Atmosphäre aus. Unterstützt wird sie durch die passende Musik, kreativ erzeugte Naturgeräusche und die auffälligen bunten Masken. Dadurch wirkt das Stück abwechslungsreich und gut aufeinander abgestimmt. Bemerkenswert ist zusätzlich, dass die Aufführung nicht nur unterhält, sondern auch die Notwendigkeit eines harmonischen Miteinanders vermittelt. Besonders in Erinnerung bleiben die anspruchsvollen Tanzschritte, welche gekonnt dargestellt werden.
Autorin: Aylin Kücük – Carl-Schurz-Schule