Ich habe die Elektrizität im Raum gespürt, als alle sich mit dem Stück verbinden konnten. Das Tanz- und Theaterstück „Vogue:Rebell:in“ des Wolfgang-Borchert-Gymnasiums aus Schleswig Holstein kritisiert offen und ausdrucksstark Ideale, die größtenteils aus dem Internet stammen. Ideale, wie der perfekte Körper und das perfekte Mindset. Die Gruppe hat es geschafft, ein präsentes Problem anzusprechen und dabei alle im Saal an ihre Performance gebunden. Ich saß in der Mitte des Theaters und habe um mich überall Leute gesehen, die gerührt und betroffen waren. Und dies ist kein Zufall, denn es war schwer sich bei diesem Stück nicht integriert zu fühlen. Wie die Kritik an den Idealen dargestellt wurde, war ganz besonders, denn man hat Einblicke in die Leben von Jugendlichen bekommen. In etwa der letzte Social-Media Trend oder die neusten Klamotten. Auch der Raum wurde passend ausgenutzt. Ein Beispiel dafür sind die Metallboxen, die als Modevitrinen benutzt wurden, um Körperliche Ideale und Charaktere darzustellen. In einem Moment, standen alle Schauspieler um diese Boxen und ich habe die Symbolik sofort verstanden. Wie die eifersüchtigen Augen der Gesellschaft auf die Ideale in den Vitrinen schauen. Es stellt sich heraus, dass ich nicht der Einzige bin, dem das Stück gefallen hat, denn im Nachhinein konnte man mit vielen interessierten Zuschauern darüber Diskutieren, was die Qualität der Inszenierung nochmal zeigt.
Die Message des Stücks: Sei du selbst!
Wie diese Message am Ende des Stücks übermittelt wurde, ist grandios und hat mich persönlich stark beeindruckt. Am Ende, als die Schauspieler bunte Perücken anzogen, wurde einem klar, wie wichtig diverse Charaktere und Selbstbewusstsein sind!
Um abzuschließen würde ich sagen, wie essentiell dieses Stück ist, um uns der Idealistischen Gesellschaft bewusst zu machen.
Autor: Oskar Fink - Carl-Schurz-Schule